Aus und vorbei: Alternativen zu Ö-NAVI

Was sich die letzten Monate schleichend ankündigte, ist jetzt amtlich: Ö-NAVI wird kurzfristig – spätestens zum 31.07.2010 – eingestellt. Als Grund wird angegeben, dass es dem technischen Dienstleister nicht mehr möglich ist, den Dienst weiterhin aufrecht zu erhalten.

Da die Einstellung des Dienstes mitten in die Ferienzeit fällt, werden einige Anwender vermutlich überrascht werden. Es ist keine schöne Vorstellung, wenn im Urlaub plötzlich das Navi streikt.

Schon länger ist aber zu beobachten, dass es keine Anpassung der Anwendung an neue Handy-Modelle oder gar ein größeres Update mehr gab …

Welche Alternativen gibt es?

Auch ich war überzeugter Anwender von Ö-NAVI. Bereits vor zwei Wochen wurde ich aber zum Wechsel gezwungen, da mein Nokia 2700 classic nach einem Firmware-Update während der Navigation immer die Displaybeleuchtung ausschaltete.

Zwar wurde das »Nokia 2700 Classic« von Ö-NAVI niemals offiziell unterstützt, bis zum letzten Firmware-Update des Handys funktionierte die Navigation aber einwandfrei.

Zwangsweise begab ich mich auf die Suche nach einer Alternative zu Ö-NAVI.

Alternative Java-Anwendung einsetzen

Speziell für „kleinere“ Java-Handys war Ö-NAVI die perfekte Lösung, da die Anwendung wenig anspruchsvoll an die Hardware des Handys war. Eine alternative Java-Anwendung wäre eine schöne Sache.

Die Anbieter Nav4All und Skobbler haben ihre Java-Anwendungen bereits zum Jahreswechsel 2009/2010 eingestellt.

Gegen den Trend behaupten konnte sich amAze. Bis vor einigen Monaten konnte man mit der Anwendung kostenlos navigieren. Mittlerweile wird hierfür 26,99 EUR pro Jahr berechnet. Ein stolzer Preis!

Karten-Anwendung auf Nokia-Handys nutzen

Wer ein Nokia-Handy besitzt, kann ggf. die vorinstallierte Karten-Anwendung nutzen. Für das »Nokia 2700 classic« kostet die Navigation 2,99 pro Monat bzw. 10 EUR pro Jahr.

Die Bezahlung erfolgt über die Anwendung durch Eingabe der Kreditkarten-Daten. Aber Vorsicht: Obwohl ich nur 2,99 EUR authorisiert habe, wurde meine Kreditkarte mit 3,98 EUR belastet. Auch die im Auftrag von Nokia versandte E-Mail-Rechnung wies diesen Betrag aus.

Als Nachteil hat sich das Kartenmaterial der Anwendung erwiesen. Obwohl ich es mit meinem Notebook aktualisiert habe, war vielerorts die Straßenführung veraltet.

Navi-Handy von Nokia mit »ovi Maps« kaufen

Die für mich perfekte Lösung war die Anschaffung eines Navigations-Handys von Nokia. Die Wahl fiel auf auf das Nokia 5230 Navigation Edition für knapp 140 EUR.

Die Navigation mit diesem Handy ist für die Lebenszeit des Gerätes kostenlos. Eine Kfz-Halterung ist im Lieferumfang enthalten.

Der große Vorteil des Gerätes – neben der lebenslangen kostenlosen Navigation – ist die aktuelle Version 3 von »ovi Maps«. Das Kartenmaterial für die D-A-CH-Region ist vorinstalliert und aktuell. Über einen Computer und das Internet kann das Kartenmaterial aktualisiert und andere Länder kostenlos hinzugefügt werden. Ziele sowie ganze Routen können im Internet geplant und auf das Handy übertragen werden.

Die Routenführung ist sehr exakt und die Sprachansagen kommen zeitlich immer passend.

Wer keinen geeigneten Datentarif verwendet, kann die Online-Funktion des Navis vollständig abschalten.

Telmap Navigator mit o2-Karten verwenden

Der »Telmap Navigator« wird kostenlos von o2 angeboten. Hierbei handelt es sich – wie auch bei Ö-NAVI – um eine Offboard-Navigation. o2 verdient also an den übertragenen Daten im eigenen Netz.

Kostenlos nutzbar ist »Telmap Navigator« mit o2-Vertragskarten, aber auch mit Prepaid-Karten von FONIC und NetzClub. Beide Prepaid-Karten eignen sich recht gut für die Navigation: FONIC bietet eine Tagesflatrate bzw. ein Handy-Internet-Paket (unlimitierter Traffic, Drosselung auf GPRS ab 200MB/Kalendermonat). Bei NetzClub sind werbefinanzierte Tarife mit bis zu 100 MB kostenlosem Datenvolumen pro Monat möglich.

Die Anzahl der unterstützten Geräte von »Telmap Navigator« ist allerdings eingeschränkt.

Fazit

Es gibt einige Alternativen. Welche die richtige ist, hängt immer von den persönlichen Bedürfnissen ab. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, dass man immer und jederzeit ein vollwertiges Navi im Handy mit sich führt, möchte es nicht mehr missen.

Mir gefallen die Navigations-Handys von Nokia sehr gut. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr ausgewogen. Man sollte aber darauf achten, dass »ovi Maps 3« und nicht das veraltete »Nokia Karten« auf dem Gerät installiert ist.

Sicherung für andere FRITZ!Box erstellen

Vergangene Woche gab meine FRITZ!Box 7170 ihren Geist auf. Glücklicherweise gewährt AVM fünf Jahre Garantie auf die Geräte. Auch ein Vorabaustausch gehört offensichtlich zum Standard-Service. Klasse!

Genau nach einer Woche ist das Ersatz-Gerät per DHL eingetroffen. Die Inbetriebnahme gelang ohne Schwierigkeiten. Das Rückspielen der letzten Sicherung ist allerdings fehlgeschlagen.

Die Erklärung hierfür ist schnell gefunden: Beim Erstellen der Sicherung habe ich kein Passwort vergeben. Damals habe ich nicht bedacht, dass Sicherungen ohne Passwort nur in die FRITZ!Box zurückgespielt werden können, mit welcher sie erstellt wurde. Hierauf wird in der Benuteroberfläche des Gerätes auch hingewiesen:

FRITZ!Box-Einstellungen sichern

Da man einen Ausfall des vorhandenen Gerätes nicht ausschließen kann, ist es ratsam immer ein Passwort beim Erstellen einer Sicherungen anzugeben. So kann die Sicherung bei Bedarf in ein anderes Gerät übernommen werden.

Abgeschnitten von der Außenwelt [Update]

Wir Rudersdorfer sind nicht sonderlich verwöhnt, was moderne Datenübertragung mit akzeptablen Geschwindigkeiten betrifft: DSL ist nur mit 1728 kbit/s verfügbar und UMTS bietet ausschließlich o2.

Dass aber gar nichts mehr geht, kommt selten vor. Diesen Fall erlebe ich aber seit Donnerstag: Weder Festnetz, noch DSL funktionieren. Und das Mobilfunknetz von E-Plus ist bereits seit Wochen gestört.

Aber eines nach dem anderen …

Störung der Basisstation von E-Plus

Seit 1998 nutze ich das Netz von E-Plus. Im Gegensatz zu vielen mobilen Mitmenschen hatte ich bisher selten Schwierigkeiten. Seit Ende Mai ist die Lage aber fatal.

Am 28.05. informierte ich simyo, dass das Telefonieren am Wohnort derzeit unmöglich ist. Ständige Störgeräusche und Verzerrungen machten die Kommunikation mit dem Gesprächspartner unmöglich. Nach zwei Tagen antwortete das simyo-Team, dass es sich um eine temporäre Störung handelt, an deren Behebung bereits mit Hochdruck gearbeitet wird.

Da sich die Lage bis zum 09. Juni nicht besserte, beschwerte ich mich bei BASE. Schließlich erwartet man für die monatliche Grundgebühr auch eine Gegenleistung. Auch bei BASE beschränkte man sich auf einen Hinweis, dass laut Netzabdeckungskarte eine vorübergehende Störung der Basisstation vorliegt und man keine genaue Aussage über die Dauer der Störung machen kann.

Aufgrund meiner Bitte, die Rufnummer sofort zu einem anderen Netzbetreiber zu portieren, wurde mir eine Kulanzregelung angeboten. Wenn ich einen Nachfolger für den noch laufenden Vertrag finde, führt BASE eine kostenlose Umschreibung durch. Hat jemand Interesse? ;-)

Seit Freitag können sich beide Gesprächspartner wieder verstehen. Zumindest in 90% der Gespräche. Das alleine ist aber noch kein Grund zur Freude. Nach einigen Sekunden – oder bestenfalls Minuten – wird das Gespräch nämlich mit dem bekannten Dreiklang beendet.

Update | 15. Juni 2010:
Zwischenzeitlich scheint E-Plus die Basisstation wieder im Griff zu haben.
Verbindungen werden wieder zuverlässig und stabil aufgebaut.

Deutsche Telekom

Seit Donnerstag Morgen (10. Juni) ist auch ISDN ausgefallen. Während DSL noch einige Stunden funktionierte ist nun auch damit Schluß.

Die Hotline ist leider so gut wie nie erreichbar. Man kommt zwar in die Warteschleife, nach 30 Minuten wird die Verbindung aber getrennt.

Gestern Nachmittag hatte ich dann doch einmal Glück. Die Aussagen der Telekom-Mitarbeiter geben aber wenig Grund zum Jubel: Ein Hauptkabel ist beschädigt und die Instandsetzung erfordert Tiefbauarbeiten. Zur voraussichtlichen Dauer der Flächenstörung wollte man keine Aussage treffen.

Update  | 15. Juni 2010:

Die Pressestelle der Telekom teilte am Nachmittag mit, dass das defekte Kabel mittlerweile entstört wurde. Alle von der Flächenstörung betroffenen Telefon- und Internetverbindungen sind wieder verfügbar.

Mute-Funktion für die Feststelltaste

Wer hat sich nicht schon einmal geärgert, wenn er versehentlich auf die Feststelltaste (Caps Lock) der Tastatur gekommen ist?

Es gibt diverse Tweaks und Tools, um die Taste „stillzulegen“. Ich bevorzuge es, dieser Taste einfach eine andere, aber sinnvolle Funktion zuzuweisen. Prädestiniert hierfür ist die Mute-Funktion (Lautsprecher aus).

So einfach kann man der Feststelltaste unter Windows die Mute-Funktion zuweisen:

  • Neue Textdatei erstellen und folgenden Text in die Datei kopieren:

Windows Registry Editor Version 5.0

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout]
“Scancode Map”=hex:00,00,00,00,00,00,00,00,02,00,00,00,20,e0,3a,00,00,00,00,00

  • Datei beispielsweise in »CapsLockMute.reg« umbenennen.
  • Datei per Doppelklick ausführen.
  • Computer neu starten.

Selbstverständlich können der Feststelltaste auch andere Funktionen zugewiesen werden. Ausführliche Informationen hierzu können bei USNetizen nachgelesen werden.

Facebook: Newsfeed aufräumen

Abhängig von der Anzahl der Freunde bei Facebook wird der Newsfeed sehr schnell unübersichtlich. Glücklicherweise gibt es das Firefox-Addon Feed Filter.

Diese Erweiterung erfüllt u. a. folgende Zwecke:

  • Auswahl der Applikationen, deren News im Feed erscheinen (übrige News werden ausgeblendet).
  • Automatische Umschaltung auf Ansicht »Neueste Meldungen« nach der Anmeldung.
  • Einblenden aller Antworten auf eine News im Feed (aufklappen entfällt).

Ohne diese Erweiterung ist der Facebook-Stream ein einziges lautes „Getöse“. Nach der Installation und Einrichtung der Erweiterung werden nur noch News angezeigt, die vom Anwender explizit gewünscht sind.

PDF-Dokumente mit Firefox fehlerfrei öffnen

Als Anwender erwarte ich, dass ein verlinktes PDF-Dokument beim Anklicken des Links angezeigt wird. Doch das klappt nicht immer. Mehr oder weniger regelmäßig sah ich in der Vergangenheit stattdessen eine leere Seite.

Es gibt viele Möglichkeiten sich in dieser Situation zu helfen. Beispielsweise der berühmte Rechtsklick zum anschließenden Speichern der Datei auf der Festplatte. Oder das Firefox-Addon PDF Download, das viele mögliche Aktionen beim Klicken auf ein PDF-Dokument bietet.

Da ich bereits einige Addons installiert habe, war in diesem Fall eine andere Lösung gefragt.

Mögliche Firefox-Aktion beim Anklicken eines PDF-Dokuments

Nachdem ich mir die Firefox-Einstellungen auf einigen PCs im Büro angeschaut habe, bei welchen das Öffnen von PDF-Dokumente mit Adobe Acrobat ein Glücksspiel ist, spielte ich mit den möglichen Aktionen beim Anklicken eines PDF-Dokumentes.

Die hierfür verantwortliche Einstellung findet sich im Menü »Extras > Einstellungen« auf dem Tab »Anwendungen«. Für den Dateityp »Adobe Acrobat Document« kann zwischen folgenden Optionen gewählt werden:

Die beschriebenen Schwierigkeiten treten ausschließlich bei Wahl der Aktion »Adobe Acrobat (in Firefox) verwenden« auf. Die übrigen Optionen funktionieren einwandfrei und zuverlässig.

Die Lösung ist daher simpel: Einfach eine der übrigen Optionen (beispielsweise »Jedes Mal nachfragen«) auswählen und Firefox neu starten.

Rezension: Design und Typografie für Dich

Gelegentlich wirken Dokumente oder Websites optisch „etwas merkwürdig“ auf den Betrachter.

Handelt es sich hierbei um ein wichtiges Dokument, wird man sich vermutlich mühsam durch das Layout quälen und das Dokument lesen.

Was aber, wenn es sich um einen Newsletter handelt? Aufgrund des Ersteindruckes wird ein solcher Newsletter häufig sofort im Papierkorb landen.

Alle Personen, die Texte oder Websites gestalten, sollten daher »die überraschend einfachen Gesetze guten Designs« kennen. Diese Gesetze will das Buch
»Design & Typografie für Dich« dem interessierten Leser näherbringen.

Teil 1: Die Designprinzipien

Die Autorin des Buches, Robin Williams, erklärt zunächst die vier Designprinzipien, die beim Gestalten von Seiten zu beachten sind:

Prinzip der Nähe: Zusammengehörige Elemente einer Seite gruppieren. Abstände und Lerräume einsetzen. Alle Elemente bewusst platzieren.

Prinzip der Ausrichtung: Alle Elemente auf einer Seite sollen einheitlich, zusammengehörig und aufeinander bezogen erscheinen.

Prinzip der Wiederholung: Voneinander getrennte Teile innerhalb des Designs erhalten durch Wiederholung eines visuellen Elements eine Verbindung.

Prinzip des Kontrasts: Kontraste wecken ein Interesse an der Seite und unterstützen die Gliederung der Informationen.

Zu jedem einzelnen der vier Designprinzipien werden unzählige Beispiele gebracht: Aus einem schlechten Design werden mit wenigen Kniffen sehr ansprechende Entwürfe. Schon im „Selbstversuch“ merkt man, dass die neu erstellten Entwürfe optisch viel ansprechender sind und auf den Inhalt des Textes neugierig machen.

Nach der Vermittlung dieser Grundkenntnisse folgen viele Gestaltungstipps (beispielsweise für Visitenkarten, Briefbögen und Websites). Die oben genannten Designprinzipien werden hiebei konsequenz angewendet.

Den Abschluss von Teil 1 stellt ein kurzer Exkurs in die Welt der Farben dar.

Teil 2: Gestalten mit Schrift

Schon im ersten Teil gibt die Autorin einen Hinweis bezüglich der zu verwendenden Schriften:

Verwenden Sie weder Times noch Arial, Helvetica oder Sand!

Die Autorin hat auch zu diesem Themenkomplex viele Ratschläge und Tipps parat.

Auch bei Schriften wird mit Kontrasten gearbeitet, um das Layout optisch angenehm und ansprechend zu gestalten. Kontraste werden durch Variation einer oder mehrer der folgenden Eigenschaften geschaffen: Größe, Stärke, Struktur, Form, Richtung und Farbe.

Zunächst lernt der Leser die verschiedenen Schriftkategorien kennen. Dieses Wissen ist wichtig, um Schriften für ein Dokument auswählen zu können, die eine übereinstimmende oder – noch besser – eine kontrastierende Beziehung zu einander haben.

Auf den folgenden Seiten werden die verschiedenen Eigenschaften und Möglichkeiten der Kombination detailliert beschrieben.

Fazit

Ein sehr lesenswertes Buch, für alle Personen, die sich mit dem Erstellen von Texten beschäftigen (müssen). Durch das Lesen des Buches und die Betrachtung der vielen Beispiele, ist es möglich die störenden Elemente beim Namen zu nennen und zu eliminieren.

In Zukunft werde ich die Regeln – von denen man einige ganz automatisch anwendet – vermutlich noch bewusster und zielgerichteter einsetzen.

the Awesome Highlighter: Marker fürs Web

Sehr häufig senden wir Links an Freunde oder Kollegen, um auf bestimmte Inhalte einer Website hinzuweisen. Mit Hilfe von Deep-Links ist es möglich, sehr zielgenau auf den Inhalt einer bestimmten Website zu verlinken.

Wie kann man sich aber helfen, wenn man auf einen bestimmten Absatz einer Seite verweisen möchte? Oder wie informiert man beispielsweise den Redakteur einer Seite am einfachsten über Rechtschreibfehler?

Kürzlich bin ich über einen Dienst „gestolpert“, der genau dies möglich macht: Mit the Awesome Highlighter ist es möglich, Text auf einer Website zu markieren und Notizen zu ergänzen. Zum einfachen Austausch der markierten Website wird ein Kurzlink auf diese erstellt.

Zur Verdeutlichung hier ein Beispiel anhand meines letzten Blog-Artikels: http://awurl.com/jUWeZtUCu.

Notfall-Rufnummern im Handy speichern

Soziale Netzwerke entwickeln sich immer mehr zu „Spielplätzen“ der virtuellen Welt. Das ist nicht (prinzipiell) abwertend gemeint. Es zeichnet sich aber ein Trend ab: Der sinnvolle Nutzen der Vernetzung wird mehr und mehr durch Spiele und Gruppengründungen verdrängt.

Das ICE-Verfahren und dessen Nachteile

Was hat das aber mit Notfall-Rufnummern zu tun? Nun, derzeit werden verstärkt Gruppen gegründet (und in solche eingeladen), die für das ICE-Verfahren Werbung machen. ICE steht für »In Case of Emergency« und soll das schnelle Auffinden von Rufnummern nahestehender Personen eines Verunglückten in dessen Handy ermöglichen.

Das ist eigentlich eine gute Sache, aber recht schnell stellte sich heraus, dass die bei diesem Verfahren verwendete Abkürzung (ICE), zur Kennzeichnung der entsprechenden Einträge im Telefonbuch, nicht für jedermann verständlich ist.

Naheliegend war es daher, sich einfach eine „deutsche“ Abkürzung auszudenken.
Herausgekommen ist hierbei »IN« (im Notfall).

Internationale Norm zur Speicherung der Notfall-Rufnummern (E.123)

Um derartige, nationale Lösungen zu vermeiden, gibt es bereits seit 2008 eine entsprechende Ergänzung der internationalen Norm E.123, die ein allgemeingültiges, sprachunabhängiges Verfahren vorschlägt.

Gemäß den Empfehlungen der Norm wird der Name eines Telefonbucheintrages aus einer zweistelligen Zahl (beginnend bei 01) und der Beschreibung (beispielsweise »Mutter«) zusammengesetzt.

Wichtig: Zwischen der Zahl und der Beschreibung wird kein Leerzeichen gesetzt!

Beispiele: »01Mutter«, »02Vater«, »03Vater-Arbeit«

Das Speichern solcher Notfall-Rufnummern – vor allem in den Handys von Kindern – ist bestimmt eine sinnvolle Sache!

Firefox: Abhilfe für inkompatible Add-ons

Bei jedem Update von Firefox wird es spannend, sobald die Add-ons (Erweiterungen) – nach der Aktualisierung der Browsers – automatisch auf Kompatibilität getestet werden.

Obwohl der Veröffentlichung einer neuen Firefox-Version einige Beta-Versionen und Release-Candidates vorausgehen, sind häufig viele Add-ons nicht sofort mit der neuen Version kompatibel. Das führt dazu, dass nach einem Update plötzlich einige der liebgewonnenen Funktionen nicht mehr vorhanden sind.

Um auf die per Add-on ergänzte Funktionalität nicht verzichten zu müssen, haben wir Anwender folgende Möglichkeiten:

1.) Auf Update des Add-on-Entwicklers warten

Dieser naheliegende Lösungsansatz ist leider nicht immer erfolgversprechend.

Häufig hilft aber ein Blick auf die Homepage des Entwicklers (wird auf der Add-on-Seite aufgeführt), um sich die Chancen auf ein schnelles Updates „ausrechnen“ zu können.

Viele Entwickler stellen übrigens auf der eigenen Homepage neue Versionen des Add-on vorab zur Verfügung. Erst nach Auswertung des ersten Feedbacks stellen sie es offiziell zum Download bereit.

2.) Alternatives Add-on suchen und installieren

Verwendet man ein sehr altes Add-on, das vom Entwickler nicht mehr gepflegt wird, ist es empfehlenswert sich nach einer Alternative umzusehen. Häufig sind mehrere Add-ons verfügbar, die eine ähnliche Funktionalität besitzen.

Die Auswahl an Add-ons ist riesig. Wichtig ist aber, dass man eine Alternative findet, die vom Entwickler auch tatkräftig weiterentwickelt wird. Um dies herauszufinden schaut man zunächst auf das Datum der letzten Aktualisierung und überfliegt die Bewertungen des Add-ons. Nach einem ergänzenden Blick auf die Homepage des Entwicklers, kann man relativ gut einschätzen, ob das Add-on auch in (naher) Zukunft verfügbar sein wird.

3.) Alte Version des Add-ons kompatibel machen

Wenn die oben beschriebenen Optionen nicht zum Ziel führen, kann man manuell Hand anlegen und ein Add-on mit der gewünschten Firefox-Version kompatibel machen.

Hierbei ist aber zu bedenken, dass man lediglich erreicht, dass Firefox die Add-ons lädt. Falls der Quellcode mit der neuen Version inkompatibel ist, wird das Add-on gar nicht oder zumindest unzuverlässig funktionieren!

Kompatibilität eines bereits installierten Add-ons herstellen

Um bereits installierte, aber mit der aktuellen Firefox-Version inkompatible Add-ons verwenden zu können, kann das Add-on Nightly Tester Tools installiert werden. Nach der Installation des Add-ons und einem Neustart von Firefox findet man im Add-ons-Dialog auf den Karteireitern »Erweiterungen« und »Themes« rechts unten die Schaltfläche »Override all compatibility«.

Nach der Auswahl eines inkompatiblen Add-ons aus der Liste der installierten Erweiterungen bzw. Themes und einem Klick auf die Schaltfläche, kann das Add-on genutzt werden.

Kompatibilität eines noch zu installierenden Add-ons herstellen

Falls ein Add-on neu installiert werden soll, ist ein anderer Weg zu gehen. Der Aufwand ist etwas höher, das Ergebnis aber identisch.

  • Das hinzuzufügende Add-on (xpi-Datei) auf den lokalen Computer übertragen.
  • Die Dateierweiterung von »xpi«in »zip« ändern.
  • Datei »install.rdf« innerhalb des zip-Archives mit einem Editor öffnen.
  • Den Wert »maxVersion« (im Abschnitt Firefox) an die aktuelle Version anpassen

<em:maxVersion>3.6.*</em:maxVersion>

  • Änderungen in der Datei speichern und das zip-Archiv aktualisieren.
  • Die Dateierweiterung von »zip«in »xpi« ändern.
  • Add-on in Firefox hinzufügen (Datei > Datei öffnen)