Fazit: Vortrag über den Einsatz von »Neuen Medien« durch Schulkinder

Gefangen im InternetHeute Abend wurde in der Grundschule Rudersdorf ein Informationsabend der Polizei Siegen (Kommissariat Vorbeugung) zum Thema »Neue Medien« angeboten.

Der Referent, Herr Volker vom Hagen, berichtete zunächst über seine Erfahrungen im Umgang der Kinder und Jugendlichen mit Handys. Die Themen Happy Slapping und Snuff-Filme waren für viele (auch für mich) erschreckend, zumal das vorgeführte Video eines »Vorfalls« an einer Siegener Schule keiner weiteren Erläuterung bedurfte…

Hiernach wurden dem Fernsehen einige Worte gewidmet, bevor das Internet thematisiert wurde. Es wurde besonders betont, dass es üblicherweise keine Einwände gegen den kontrollierten Einsatz der vielfältigen Dienste und Techniken gibt. Bei unkontrolliertem Einsatz aber, können die Kinder und Jugendlichen schnell Opfer von Straftaten werden oder auch selbst solche begehen (Beleidigungen, Verletzungen von Urheberrechten, usw.).

Der Blick in die Runde der Eltern zeigte, dass sich viele der Gefahren nicht bewußt waren und – das finde ich noch schlimmer – anhand der Erläuterungen des Referenten sich nicht genau vorstellen konnten, wie diese Techniken sinnvoll und kontrolliert eingesetzt werden. Die wenigen Screenshots waren bei weitem nicht ausreichend, um die Themen umfassend zu erläutern. Mit Screencasts hätte man hier mehr bewirken können.

Zum Schluß wurden die Eltern nochmals aufgefordert, sich das Wissen um diese Dienste und Techniken anzueignen. Empfohlen wurde folgende Informationsquellen:

Man findet in diesen Quellen zwar viele Informationen, aber viele Fragen bleiben unbeantwortet.

Schade eigentlich, da so die Gefahr groß ist, dass dieses wichtige Thema bei den Eltern schnell wieder in Vergessenheit gerät oder verdrängt wird und die Kinder und Jugendlichen daher nicht die erforderliche Hilfestellung und Kontrolle durch die Eltern erhalten.

Vielleicht sollte man mal einen Workshop für die Eltern anbieten, der die verschiedenen Techniken so erläutert, dass wirklich alle Eltern mit ihren Sprößlingen mitreden können?

[Bildquelle: © hofschlaeger / PIXELIO]

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