Notfall-Rufnummern im Handy speichern

Soziale Netzwerke entwickeln sich immer mehr zu „Spielplätzen“ der virtuellen Welt. Das ist nicht (prinzipiell) abwertend gemeint. Es zeichnet sich aber ein Trend ab: Der sinnvolle Nutzen der Vernetzung wird mehr und mehr durch Spiele und Gruppengründungen verdrängt.

Das ICE-Verfahren und dessen Nachteile

Was hat das aber mit Notfall-Rufnummern zu tun? Nun, derzeit werden verstärkt Gruppen gegründet (und in solche eingeladen), die für das ICE-Verfahren Werbung machen. ICE steht für »In Case of Emergency« und soll das schnelle Auffinden von Rufnummern nahestehender Personen eines Verunglückten in dessen Handy ermöglichen.

Das ist eigentlich eine gute Sache, aber recht schnell stellte sich heraus, dass die bei diesem Verfahren verwendete Abkürzung (ICE), zur Kennzeichnung der entsprechenden Einträge im Telefonbuch, nicht für jedermann verständlich ist.

Naheliegend war es daher, sich einfach eine „deutsche“ Abkürzung auszudenken.
Herausgekommen ist hierbei »IN« (im Notfall).

Internationale Norm zur Speicherung der Notfall-Rufnummern (E.123)

Um derartige, nationale Lösungen zu vermeiden, gibt es bereits seit 2008 eine entsprechende Ergänzung der internationalen Norm E.123, die ein allgemeingültiges, sprachunabhängiges Verfahren vorschlägt.

Gemäß den Empfehlungen der Norm wird der Name eines Telefonbucheintrages aus einer zweistelligen Zahl (beginnend bei 01) und der Beschreibung (beispielsweise »Mutter«) zusammengesetzt.

Wichtig: Zwischen der Zahl und der Beschreibung wird kein Leerzeichen gesetzt!

Beispiele: »01Mutter«, »02Vater«, »03Vater-Arbeit«

Das Speichern solcher Notfall-Rufnummern – vor allem in den Handys von Kindern – ist bestimmt eine sinnvolle Sache!

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