Rezension: Design und Typografie für Dich

Gelegentlich wirken Dokumente oder Websites optisch „etwas merkwürdig“ auf den Betrachter.

Handelt es sich hierbei um ein wichtiges Dokument, wird man sich vermutlich mühsam durch das Layout quälen und das Dokument lesen.

Was aber, wenn es sich um einen Newsletter handelt? Aufgrund des Ersteindruckes wird ein solcher Newsletter häufig sofort im Papierkorb landen.

Alle Personen, die Texte oder Websites gestalten, sollten daher »die überraschend einfachen Gesetze guten Designs« kennen. Diese Gesetze will das Buch
»Design & Typografie für Dich« dem interessierten Leser näherbringen.

Teil 1: Die Designprinzipien

Die Autorin des Buches, Robin Williams, erklärt zunächst die vier Designprinzipien, die beim Gestalten von Seiten zu beachten sind:

Prinzip der Nähe: Zusammengehörige Elemente einer Seite gruppieren. Abstände und Lerräume einsetzen. Alle Elemente bewusst platzieren.

Prinzip der Ausrichtung: Alle Elemente auf einer Seite sollen einheitlich, zusammengehörig und aufeinander bezogen erscheinen.

Prinzip der Wiederholung: Voneinander getrennte Teile innerhalb des Designs erhalten durch Wiederholung eines visuellen Elements eine Verbindung.

Prinzip des Kontrasts: Kontraste wecken ein Interesse an der Seite und unterstützen die Gliederung der Informationen.

Zu jedem einzelnen der vier Designprinzipien werden unzählige Beispiele gebracht: Aus einem schlechten Design werden mit wenigen Kniffen sehr ansprechende Entwürfe. Schon im „Selbstversuch“ merkt man, dass die neu erstellten Entwürfe optisch viel ansprechender sind und auf den Inhalt des Textes neugierig machen.

Nach der Vermittlung dieser Grundkenntnisse folgen viele Gestaltungstipps (beispielsweise für Visitenkarten, Briefbögen und Websites). Die oben genannten Designprinzipien werden hiebei konsequenz angewendet.

Den Abschluss von Teil 1 stellt ein kurzer Exkurs in die Welt der Farben dar.

Teil 2: Gestalten mit Schrift

Schon im ersten Teil gibt die Autorin einen Hinweis bezüglich der zu verwendenden Schriften:

Verwenden Sie weder Times noch Arial, Helvetica oder Sand!

Die Autorin hat auch zu diesem Themenkomplex viele Ratschläge und Tipps parat.

Auch bei Schriften wird mit Kontrasten gearbeitet, um das Layout optisch angenehm und ansprechend zu gestalten. Kontraste werden durch Variation einer oder mehrer der folgenden Eigenschaften geschaffen: Größe, Stärke, Struktur, Form, Richtung und Farbe.

Zunächst lernt der Leser die verschiedenen Schriftkategorien kennen. Dieses Wissen ist wichtig, um Schriften für ein Dokument auswählen zu können, die eine übereinstimmende oder – noch besser – eine kontrastierende Beziehung zu einander haben.

Auf den folgenden Seiten werden die verschiedenen Eigenschaften und Möglichkeiten der Kombination detailliert beschrieben.

Fazit

Ein sehr lesenswertes Buch, für alle Personen, die sich mit dem Erstellen von Texten beschäftigen (müssen). Durch das Lesen des Buches und die Betrachtung der vielen Beispiele, ist es möglich die störenden Elemente beim Namen zu nennen und zu eliminieren.

In Zukunft werde ich die Regeln – von denen man einige ganz automatisch anwendet – vermutlich noch bewusster und zielgerichteter einsetzen.

Schlagwörter: , ,

Kommentieren Sie diesen Artikel