Diskussion über den Grundschulerhalt

Pro und KontraDie SPD Wilnsdorf informierte Anfang Februar auf Ihrer Facebook-Fanseite über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens. Zwischenzeitlich haben einige Bürger – unabhängig von ihrer politischen Einstellung – Ihre Meinung zum Grundschulerhalt in den Kommentaren der Fanseite niedergeschrieben.

Leider wird in den Kommentaren mit harten Bandagen gekämpft und es geht teilweise unfair zu. Argumente der Gegenseite werden ignoriert und die Leser durch falsch oder unvollständig dargestellte Sachverhalte irritiert.

Da es um die Zukunft unserer Kinder geht, kann man aber nicht einfach die Augen schließen. Aus diesem Grund habe ich gestern bei Facebook meine Meinung geäußert. Meine Beiträge veröffentliche ich zusätzlich hier im Blog, so dass sie für alle Bürger Wilnsdorfs sichtbar und kommentierbar sind.

Der vollständige Gesprächsverlauf ist bei Facebook öffentlich einsehbar.

Motivation des Bürgerbegehrens

Mein öffentlicher Kommentar auf Facebook:

Herr Holzapfel, Sie schreiben (Ihr Kommentar vom 1. Februar um 16:11 Uhr), dass die Motivation für das Bürgerbegehren ist, dass man der Gemeinde die rote Karte zeigen will. Damit schlagen Sie in die gleiche Kerbe wie Herr Giffhorn, der mit den Worten „Wir haben nichts zu verlieren.“ (Quelle: Siegener Zeitung) für mein Unverständnis sorgte.

Als Vater einer Tochter, die im Sommer eingeschult wird, kann ich da nur den Kopf schütteln und mich ärgern…

Argument des jahrgangsübreifenden Unterrichts

Mein öffentlicher Kommentar auf Facebook:

Bitte akzeptieren Sie, dass alle anderen Grundschulen den jahrgangsübergreifenden Unterricht bereits abgelehnt haben und damit nicht als Teil einer Verbundschule zur Verfügung stehen. Außerhalb eines solchen Verbundes wäre der dauerhafte Erhalt der Grundschule Anzhausen aber ohnehin nicht möglich.

Und bitte argumentieren Sie jetzt nicht mit möglichen Ausnahmeregelungen. Solche Regelungen sind für eine verantwortungsvolle Planung und Umsetzung eines Unterrichtskonzeptes tabu.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass man den Kindern die Busfahrt nicht zumuten möchte, gleichzeitig aber die häufige Teilung von Klassen während der Einführungsphase des jahrgangsübergreifenden Unterrichts in Kauf nehmen würde. Bereits zum Ende des aktuellen Schuljahres 2012/2013 müsste die jetzige erste Klasse in Anzhausen geteilt werden.

Alle Konstrukte zum Erhalt von Grundschulen, die auf jahrgangsübergreifendem Unterricht basieren, sind also reine Zeitverschwendung und nicht zielorientiert.

Sorgen wegen des Schulbusverkehrs

Mein öffentlicher Kommentar auf Facebook:

Unsere jüngste Tochter wird, wie ihre drei Geschwister, mit dem Schulbus in die Grundschule Rudersdorf fahren. Und – Sie werden es nicht glauben – sie freut sich schon auf die Busfahrten.

Ich kann verstehen, dass Eltern dem Schulbusverkehr mit Sorge entgegen blicken, solange die Details nicht geklärt sind. Vielleicht wird es aber einfach mal Zeit, dass die Eltern der zukünftigen Schulanfänger mit den Schulpflegschaften, Grundschulleitungen und der Gemeinde die offenen Fragen besprechen und gemeinsam lösen.

Bisher habe ich den Eindruck, dass man sich weigert zu reden, gleichzeitig aber meckert, dass die Fragen nicht geklärt werden.

Erhalt aller Grundschulen wegen schulrechtlicher Bestimmungen nicht möglich

Mein öffentlicher Kommentar auf Facebook:

Und noch etwas: Wie bereits bekannt ist, kann die Bürgerinitiative ihr Ziel des Erhalts der drei Standorte nicht erreichen. Der Erhalt von insgesamt sieben Grundschulen ist schlicht und einfach nicht möglich. Das haben die „mahnenden Worte“ aus Arnsberg ja schon deutlich gemacht!

Wer bei einem möglichen Bürgerentscheid für »Ja« stimmt, riskiert, dass der Ratsbeschluss kassiert wird und das ganze Drama von vorne beginnt.

Es ist doch so: Theoretisch bleiben dann alle sieben Grundschulen erhalten, aufgrund schulrechtlicher Bestimmungen können aber nur max. sechs Eingangsklassen gebildet werden.

Falls jemand mit dem von mir Gesagten nicht einverstanden ist: Nur zu, jeder darf hier kommentieren.

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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21 Kommentare zu “Diskussion über den Grundschulerhalt”

Geschrieben von HOLZAPFEL am 14. Februar 2013 um 12:13 Uhr:

Schöne Seite.Sie wohnen in Gersdorf, ich wohne in Anzhausen.Zwei von meine Kinder gehen hier in die Schule.Als Mutter investiere ich mich für diese Schule („Plätzchen backen“,“Dorfrallye“,“Martinszug“) und schätze unsere Lehrerinnen.Wir können uns vor Ort viel mehr unterhalten.Man kann einfach nicht die Schule schliessen lassen. Es wird zur Zeit für den U3 investiert und zukunftlich werden mehr Kinder geboren. Obersdorf hat sich für eine eigene Schule entschieden.Wilden,sie werden sehen.Persönlich bin ich für diese“Jahrübergangunterricht“.Das ist nur meine Meinung. Ich bin sehr Nah von meiner Schule und bin bereit für jeden Projekt.Ich bin nicht egoistisch, ich unterhalte mich sehr gern mit alle Kinder.Ich kampfe nicht gegen Rudersdorf,Wilnsdorf,Wilgersdorf und bin traurig daß eure Leute uns Boykotieren.
Nun Betreuungsaktion sind bezahlbar.Oder muß man Mutter,großeltern haben. Grüße

Geschrieben von HOLZAPFEL am 14. Februar 2013 um 14:31 Uhr:

Rudersdorf wollte zwei erste Klasse bilden.Nun, es ist möglich wenn mehr Schüler kommen.Für zwei Klasse braucht man auch ein Lehrer mehr.Wenn es kein jahrgangsübergreifenden Unterricht gibt…
Wir wollten uns mit Rudersdorf verbinden aber es wurde abgelehnt.Man brauchte uns.
Jetzt nicht mehr weil Rudersdorf-Gernsdorf haben 22-32 Schüler und mit diese Neues Gesetz, es klappt.Nun muß man in Rudersdorf und Gernsdorf ein Lehrer mehr haben.Wenn ein von beide Lehrer krank ist wird es einjahrgagsübergreidenden Unterricht sein?
Diese Geschichte ist auch nicht ohne…
Herr Nix aus Gernsdorf…

Hallo Frau Holzapfel,

ich beantworte Ihre Fragen mal in einer etwas anderen Reihenfolge.

Persönlich bin ich für diese“Jahrübergangunterricht“.

Aber es ist nun mal so, dass der Erhalt der Grundschule Anzhausen außerhalb eines Grundschulverbundes nicht möglich wäre. Und gerade der jahrgangsübergreifende Unterricht und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Hauptstandort (s. o.) haben wohl mit zur Ablehnung geführt.

Fakt ist also, dass der jahrgangsübergreifende Unterricht nicht realisierbar ist.

Ich kampfe nicht gegen Rudersdorf,Wilnsdorf,Wilgersdorf und
bin traurig daß eure Leute uns Boykotieren.

Das Wort »Boykott« finde ich in diesem Zusammenhang übertrieben. Abgelehnt wird der jahrgangsübergreifende Unterricht und nicht die Schüler, Eltern oder Bürger aus Anzhausen.

Diese Unterscheidung ist in der Diskussion besonders wichtig!

Man kann einfach nicht die Schule schliessen lassen.

Wenn es dem Wohle aller Grundschüler der Gemeinde dient, ist eine Schließung sehr wohl zu verantworten.

Auch wenn die Bürgerinitiative mit einem Kahlschlag und angeblicher Bevormundung argumentiert, stellen die nackten Zahlen die Situation doch anders dar:

Nur bei der beschlossenen Verteilung der Schüler aus Anzhausen, Obersdorf und Wilden auf die verbleibenden Standorte können Klassen von einigermaßen gleicher Größe gebildet. Und nur bei vergleichbarer Klassengröße haben alle Kinder vergleichbare Chancen auf eine gute Schulbildung.

Dass nun einige Eltern die Einzugsbereiche der Grundschulen nicht beachtet haben und ihre Kinder in einer anderen Grundschule der Gemeinde angemeldet haben, ist ihr gutes Recht.

Ich hoffe nur, dass diese Anmeldungen nicht aus blinder Wut erfolgt sind. In diesem Fall könnte ich nämlich beispielsweise Vorwürfe von Eltern aus Niederdielfen durchaus nachvollziehen.

Obersdorf hat sich für eine eigene Schule entschieden.Wilden,sie werden sehen.

Mittlerweile spricht man auch in den Reihen der Bürgerinitiative offen an, dass nicht alle Grundschulen erhalten werden können.

Das ist Fakt und das Ziel des Erhalts aller Schulen ist daher nicht realistisch.

Als Mutter investiere ich mich für diese Schule
(„Plätzchen backen“,“Dorfrallye“,“Martinszug“) und
schätze unsere Lehrerinnen.

Daran muss sich auch überhaupt nichts ändern. Engagierte Mütter und Väter werden doch immer und überall gebraucht.

Grüße aus Rudersdorf
Stephan Nix

PS: Ich wohne nicht in Gernsdorf, sondern in Rudersdorf.

Geschrieben von HOLZAPFEL am 15. Februar 2013 um 08:30 Uhr:

Guten Tag Herr Nix,
Ich bin nicht wütend.Wir haben unser Sohn in Niederdielfen angemeldet weil wir in Siegen arbeiten.Mein Sohn wird manchmal nicht akzeptieren mit dem Bus zu fahren(Kinder haben eigene Kopf).Da fährt er mit meinem Mann der nach Siegen fährt.In desem Zeit kümmere ich mich um die andere.
Fakte:
Obersdorf macht ein Privat Schule (mit der Freie Christliche Schule) und muß seine Lehrer finden.Wilden will nicht mehr kampfen…
Jahrgangsübergreifende Unterricht kann mit langweile tatsätzlich für die Nachbarrn dörfe gefährlich werden weil, es attraktiv ist…Wir haben gute Chance als teilstandort von Niederdielfen die nur eine Klasse hat und zwischen 25 und 29 Schüler. Außerdem braucht man mit Familienklasse nicht ein Lehrer pro klasse. Sie können auch so 2 Klassen bilden.
Aber man schließt heute unsere Schule und morgen eine andere…Muß das sein?
Grüße
Estelle Holzapfel

Geschrieben von HOLZAPFEL am 15. Februar 2013 um 10:15 Uhr:

Sie wohnen in Rudersdorf und eure Kinder haben kein Problem nach Rudersdorf mit dem Bus zu fahren.Ah ah ah ah.
Es wird zur Zeit viel in ensere Nachbarrn Dörfe investiert,Kiga wird größer und bietet mehr Plätze für Kinder unter 3 Jahre alt.Man baut viel.Alle Projekte sind von Politiker die dort wohnen unterstüzt.Man sucht auch Leute wie Sie dieArgumente haben.Ich habe kein Partei….Diese Schulegeschichte ist auch da…Kein muß stören..

Geschrieben von HOLZAPFEL am 15. Februar 2013 um 10:19 Uhr:

Ich bedanke mich für unsere Unterhaltung.Ich werde Sie nicht weiter stören.Soll für den Basar helfen wie immer…
Grüße aus Anzhausen

Hallo Frau Holzapfel,

Sie wohnen in Rudersdorf und eure Kinder haben kein Problem nach
Rudersdorf mit dem Bus zu fahren.Ah ah ah ah.

um genau zu sein, wohnen wir am Fuße des Weisterbergs. Alle Rudersdorfer Grundschüler vom Weisterberg fahren mit dem Schulbus (über Gernsdorf!) zur Grundschule.

Es wird zur Zeit viel in ensere Nachbarrn Dörfe investiert,Kiga
wird größer und bietet mehr Plätze für Kinder unter 3 Jahre alt.

Kindergärten und Grundschulen können Sie aber nicht so einfach vergleichen. Schließlich kämpfen die Kindergärten mit einer Unterversorgung (zu wenig Plätze) und die Wilnsdorfer Grundschulen mit einer Überversorgung (zu viele Klassen an zu vielen Standorten).

Dass die Lösungen in beiden Fällen unterschiedlich aussehen müssen, liegt doch auf der Hand.

Alle Projekte sind von Politiker die dort wohnen unterstüzt.Man sucht
auch Leute wie Sie dieArgumente haben.Ich habe kein Partei….

Ich bin auch in keiner Partei und argumentiere daher ganz frei nach bestem Wissen und Gewissen.

Und es ist in der Tat schade, dass viele Mitbürger Ihre Meinung zum Thema für sich behalten oder gar keine haben. Eigentlich hätte der „Medienrummel“ der letzten Wochen das Thema ja nochmals ins Bewusstsein rufen müssen.

Ich bin nicht wütend.Wir haben unser Sohn in Niederdielfen angemeldet
weil wir in Siegen arbeiten.Mein Sohn wird manchmal nicht akzeptieren
mit dem Bus zu fahren(Kinder haben eigene Kopf).

Das war auch kein Vorwurf an Sie. Sorry, wenn das so angekommen ist.

Die freie Schulwahl ist ja absichtlich gewollt. Und es kann gute Gründe geben, sich für eine bestimmte Schule zu entscheiden. Ärgerlich ist es aber, wenn Anmeldungen gezielt an einem anderen Standort erfolgen, nur um die Pläne der Gemeinde zu durchkreuzen.

Fakte: Obersdorf macht ein Privat Schule (mit der Freie Christliche
Schule) und muß seine Lehrer finden.Wilden will nicht mehr kampfen…

In der Tat, das sind neue Fakten, die ich bisher nicht kannte.

Möchten denn die Obersdorfer überhaupt eine Privatschule, für die die Eltern Schulgeld aufbringen müssen? Wer das möchte, hat sein Kind doch wahrscheinlich bereits in der freien christlichen Grundschule in Rudersdorf angemeldet. So ganz verstehe ich diesen Plan ja nicht…

Die Planungen scheinen auch fest von einem erfolgreichen Bürgerentscheid auszugehen. Was passiert, wenn der Bürgerentscheid erfolglos bleibt und den Ratsbeschluss nicht kassiert?

Wir haben gute Chance als teilstandort von Niederdielfen die nur eine
Klasse hat und zwischen 25 und 29 Schüler.

Ich habe mir gerade die Zahlen aus dem Konzept und die Anmeldezahlen nochmals angesehen. Wenn ich die Zahlen richtig interpretiere, wären die Klassen in Anzhausen deutlich kleiner als die in Niederdielfen.

Mal abgesehen davon, dass Anzhausens kleine Klassen zu Lasten der großen Schulen leben (bzw. lernen) würden, ist vermutlich auch Ärger mit den Eltern am Hauptstandort vorprogrammiert. Ich könnte es nachvollziehen, wenn die Elternschaft aus Niederdielfen vergleichbare Klassengrößen einfordert.

Außerdem braucht man mit Familienklasse nicht ein Lehrer pro klasse.
Sie können auch so 2 Klassen bilden.

Geht es nicht zu Lasten der individuellen Förderung der Schüler, wenn ein Lehrer zwei Klassen betreuen muss?

Aber man schließt heute unsere Schule und morgen eine andere…Muß das sein?

Das Ziel war ja, eine dauerhafte Lösung anzustreben. Die im Rat verabschiedete Lösung soll die nächsten Jahre funktionieren und wir Eltern haben endlich (wieder) Planungssicherheit.

Ich bedanke mich für unsere Unterhaltung.Ich werde Sie nicht weiter stören.

Sie stören doch nicht. Im Gegenteil: Nur wenn ein Sachverhalt von vielen Seiten beleuchtet wird, kann man sich ein umfassendes Bild der Lage machen.

Gruß
Stephan Nix

Geschrieben von Frank Holzapfel am 15. Februar 2013 um 20:11 Uhr:

Hallo Herr Nix,
da ich dienstlich unterwegs war erst jetzt auch ein Statement von mir. Ich möchte nicht gegen Person A oder B angehen, das Bürgerbegehren geht primär gegen die Entscheidung an Sich, und dagegen, dass einige Punkte „einfach so“ eingeschlossen wurden. Wie sie merken, hat das Bürgerbegehren Wege aufgezeigt, wie die Planungssicherheit und Stabilität auch anders und völlig legal erreichbar wären. Die Gespräche über den Verbund sind ja im Gange, es stellt sich die Frage warum man sich in Rudersdorf nicht dazu durchringen konnte. Unsere Lösung, das möchte ich nochmal ganz klar festgehalten wissen, geht eben nicht zu Lasten der größeren Schulen, es sei denn man hat von vorne herein damit gerechnet, dies wäre die sprichwörtliche Rechnung ohne den Wirt, und das wollen wir ja nun nicht unterstellen. Für mich ergeben jahrgangsübergreifende Klassen sogar mehr Planungssicherheit, weil die Schwankungen in Eingang und Abgang eine andere Bedeutung haben. Somit ist dieses Konzept sogar verlässlicher- was würden Sie tun wenn Sie in ein paar Jahren Rudersdorf vor dem gleichen Problem stehen? Wir wollen sehen, was sich in der nächsten Ratssitzung ergeben wird. Im übrigen war ich erstaunt, dass die Sache hier weiter diskutiert wird und meine Person. Meine Frau hat es zufällig mitbekommen und die Diskussion übernommen. Sie ist auch in keiner Partei, steht aber in Kontakt mit vielen Leuten in anderen Dörfern und hat somit die Finger am Puls.
mfG, schönen Abend,
Frank Holzapfel

Hallo Herr Holzapfel,

das Bürgerbegehren geht primär gegen die Entscheidung an Sich,
und dagegen, dass einige Punkte „einfach so“ eingeschlossen wurden.

auf den Listen des Bürgerbegehrens haben die Bürger folgendes unterschrieben:

Ja, ich bin dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde
Wilnsdorf anstelle des Rates selbst über folgende Frage entscheiden:
Sollen die Grundschulstandorte Anzhausen, Obersdorf und Wilden
erhalten bleiben?

Vor diesem Hintergrund wundert mich Ihre Aussage schon.

Wenn es doch »nur« „gegen die Entscheidung an Sich, und dagegen, dass einige Punkte „einfach so“ eingeschlossen wurden“ ging, wurden die Unterzeichner ja getäuscht!

Die Unterzeichner dachten doch, dass sie für den Erhalt von drei Grundschulen unterschrieben haben.

Wie sie merken, hat das Bürgerbegehren Wege aufgezeigt, wie die
Planungssicherheit und Stabilität auch anders und völlig legal
erreichbar wären.

Sorry, aber das habe ich bisher noch nicht gesehen, oder einfach nur noch nicht verstanden.

Was ich sehe, sind keine »Wege« sondern »unbefestigte Trampelpfade«. Leider kann man sich nicht sicher sein, ob man das Ziel auf diesen Trampelpfaden erreicht.

Aber mal ernsthaft: Eine bessere und verlässlichere Lösung als die im Rat beschlossene Lösung habe ich noch nicht gesehen.

Die Gespräche über den Verbund sind ja im Gange, es stellt sich die
Frage warum man sich in Rudersdorf nicht dazu durchringen konnte.

Für die Grundschule Rudersdorf kann ich nicht sprechen. Was mich persönlich betrifft, lehne ich das Konzept aus drei Gründen ab:

  • Ich habe den Eindruck, dass das Konzept als eilige Notlösung erstellt wurde.
  • Die Klassengrößen liegen durchgängig deutlich unter dem kommunalen Klassenfrequenzrichtwert.
  • Im gemeinsamen Verbund muss auch der andere Standort nach fünf Jahren jahrgangsübergreifend unterrichten. Ich möchte nicht das Risko eingehen, diese Unterrichtsform „aufgezwungen“ zu bekommen.

Ich weiß zwar, dass der Satz 6 des §83 SchulG kürzlich etwas abgemildert wurde. Der Hauptstandort muss aber weiterhin auf eine Ausnahme hoffen, wenn er seine Unterrichtsform nicht umstellen möchte.

Unsere Lösung, das möchte ich nochmal ganz klar festgehalten
wissen, geht eben nicht zu Lasten der größeren Schulen

Wie sich Ihre Aussage mit dem kommunalen Klassenfrequenzrichtwert vereinbaren lässt, ist mir vollkommen schleierhaft …

was würden Sie tun wenn Sie in ein paar Jahren Rudersdorf vor dem
gleichen Problem stehen?

Meine Priorität wäre (hoffentlich!) nicht die Schule vor Ort. Eine gute, solide Grundschulbildung ist mir wichtiger. Solange die Kinder nicht auseinander gerissen werden, bin ich zu Kompromissen bereit. Es dürfen aber keine unausgegorenen oder gar faulen Kompromisse sein.

Wir wollen sehen, was sich in der nächsten Ratssitzung ergeben wird.

Für die Initiatoren kann es ja nur eine akzeptable Lösung geben: Der Rat erklärt das Bürgerbegehren für zulässig und gibt ihm nicht statt.

Nur in diesem Fall können wirklich die Wilnsdorfer Bürger entscheiden.

Im übrigen war ich erstaunt, dass die Sache hier weiter diskutiert
wird und meine Person.

Eigentlich sollte hier gar nicht diskutiert werden. Es ging nur darum, auf die Facebook-Diskussion hinzuweisen. Auch geht es mir nicht um Personen, sondern nur um die Aussagen.

Ich habe absichtlich Vollzitate der öffentlichen Beiträge verwendet, um die Diskussion unverfälscht wiederzugeben.

Gruß
Stephan Nix

Geschrieben von Frank Holzapfel am 16. Februar 2013 um 10:35 Uhr:

„Wenn es doch »nur« „gegen die Entscheidung an Sich, und dagegen, dass einige Punkte “einfach so” eingeschlossen wurden“ ging, wurden die Unterzeichner ja getäuscht!
Die Unterzeichner dachten doch, dass sie für den Erhalt von drei Grundschulen unterschrieben haben.“
Täuschung ist eine schwere Unterstellung. Ich werwehre mich in aller Form und Konsequenz dagegen. Das Eine ist mit dem Anderen untrennbar verbunden.
“ Im gemeinsamen Verbund muss auch der andere Standort nach fünf Jahren jahrgangsübergreifend unterrichten. Ich möchte nicht das Risko eingehen, diese Unterrichtsform „aufgezwungen“ zu bekommen.
Ich weiß zwar, dass der Satz 6 des §83 SchulG kürzlich etwas abgemildert wurde. Der Hauptstandort muss aber weiterhin auf eine Ausnahme hoffen, wenn er seine Unterrichtsform nicht umstellen möchte.“
Diese Aussage ist falsch. Bitte lesen Sie noch einmal genau nach. Der Hauptstandort muß nicht, wenn er nicht will.
„Wie sich Ihre Aussage mit dem kommunalen Klassenfrequenzrichtwert vereinbaren lässt, ist mir vollkommen schleierhaft …“ Der Klassenfrequenzrichtwert hat bei jahrangsübergreifendem Unterricht nicht die schlimme Bedeutung wie im derzeit praktizierten System.
„Was ich sehe, sind keine »Wege« sondern »unbefestigte Trampelpfade«. Leider kann man sich nicht sicher sein, ob man das Ziel auf diesen Trampelpfaden erreicht.“
Wie ist Ihrer Meinung nach die Umstellung an anderen Schulen verlaufen, haben Sie ein einziges negatives Feedback vor einer Schule hier im Kreis, ganz zu schweigen von der Frage, warum Länder wie Schweden und Finnland uns im Pisa so weit ahängen, aber genau so, nämlich jahrgangsübergreifend arbeiten? Wir haben das schon immer so gemacht, kommt jetzt, und das ist der größte Blödsinn auf der Welt. Stillstand ist Rückschtritt.
„Eine gute, solide Grundschulbildung ist mir wichtiger. Solange die Kinder nicht auseinander gerissen werden, bin ich zu Kompromissen bereit. Es dürfen aber keine unausgegorenen oder gar faulen Kompromisse sein.“ Da wird der Schulrat schon Sorge tragen, und wir werden ihm aber mit Sicherheit keine Angriffsfläche bieten….
Im übrigen würde ich diese Diskussion auch lieber bei Facebook, oder lieber noch, in einem wirklich öffentlichen Raum führen, aber ich werde immer Stellung nehmen, wenn mein Name fällt, und das haben Sie angestoßen.
Ich weiss nicht ob Sie es mitbekommen, aber die Gespräche mit Rudersdorf laufen schon länger, und in ALLEN Punkten sind wir immer auf fehlende Kompromissbereitschaft und eine unerträgliche Arroganz gestoßen. Diese spüre ich auch hier, ab dem Moment wo insbesondere Anzhausen und Flammersbach signaIisiert haben, dass wir uns diesmal nicht unterbuttern lassen. Das zeigt sich auch in ihrer Verbissenheit, dass Sie, ohne dass es ihre Familie wirklich betrifft, einen Krieg gegen mögliche Verbesserungen führen. Wenn man es genau betrachtet, ist der Schaden für Anzhausen und Flammersbach größer, als der Vorteil den Rudersdorf daraus jemals ziehen könnte. Daher wollen wir es nicht.
Und als letztes: Dass man mittlerweile in Wilden aufgegeben hat, und in Obersdorf andere Wege gehen will, ist das größte Zeichen für das Versagen von Rat und Verwaltung in dieser Frage, und das sollen wir akzeptieren?

Hallo Herr Holzapfel,

Täuschung ist eine schwere Unterstellung. Ich werwehre mich in aller
Form und Konsequenz dagegen. Das Eine ist mit dem Anderen untrennbar
verbunden.

ich habe lediglich meinen Eindruck dargestellt. Da ich das Begehren nicht unterzeichnet habe, will ich aber nicht weiter darauf eingehen.

Bitte lesen Sie noch einmal genau nach.
Der Hauptstandort muß nicht, wenn er nicht will.

Wörtlich steht Folgendes in Satz 6 des §83 SchulG:

Die Schulaufsichtsbehörde soll Ausnahmen von der
Verpflichtung zu einer einheitlichen Organisation gemäß
den Sätzen 4 und 5 zulassen, sofern an einem Teilstandort
auf Grund der Vorschriften für die Klassengrößen
jahrgangsübergreifende Gruppen gebildet werden und die
Schule durch ein pädagogisches Konzept darlegt, dass
ein Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer an allen
Teilstandorten im Grundschulverbund möglich ist.

Ich lese hier deutlich das Wort Ausnahme. Es ist also von einer Ausnahme abhängig, ob das Anzhausener Konzept eine Auswirkung auf den Unterricht am Hauptstandort hat.

Wie ist Ihrer Meinung nach die Umstellung an anderen Schulen verlaufen,
haben Sie ein einziges negatives Feedback vor einer Schule hier im Kreis,
ganz zu schweigen von der Frage, warum Länder wie Schweden und Finnland
uns im Pisa so weit ahängen, aber genau so, nämlich jahrgangsübergreifend
arbeiten?

Ich bin nicht prinzipiell gegen jahrgangsübergreifenden Unterricht. Was mir nicht gefällt, ist die überhastete Einführung mit dem Ziel eine Schule zu retten.

Meiner Ansicht nach braucht eine so tiefgreifende Änderung deutlich mehr Planungs- und Vorlaufzeit. Auch eine breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit ist für das Gelingen wichtig.

Wir haben das schon immer so gemacht, kommt jetzt, und das ist der
größte Blödsinn auf der Welt.

Nein, das werden Sie von mir nicht hören. Denn auch ich finde dieses Pseudo-Argument unerträglich.

Ich weiss nicht ob Sie es mitbekommen, aber die Gespräche mit
Rudersdorf laufen schon länger, und in ALLEN Punkten sind wir immer
auf fehlende Kompromissbereitschaft und eine unerträgliche Arroganz
gestoßen.

Natürlich weiß ich, dass Gespräche gelaufen sind. Details dazu kenne ich aber nicht.

Ich weiß aber auch, dass es seitens der Rudersdorfer Eltern durchaus eine gewisse Kompromissbereitschaft gegeben hat. Die Frage ist natürlich, wie viel man auf der Gegenseite gefordert hat.

Aber wie gesagt, ich war in die Gespräche nicht involviert und kann daher nur meine Eindrücke schildern. Ich bin auch nicht erpicht darauf, in die Streitigkeiten zwischen den Dörfern hineingezogen zu werden.

Schon jetzt ist abzusehen, dass es lange dauern wird, bis die Konflikte zwischen den Dörfern vergessen sind.

Das zeigt sich auch in ihrer Verbissenheit, dass Sie, ohne dass es
ihre Familie wirklich betrifft, einen Krieg gegen mögliche
Verbesserungen führen.

Immerhin betrifft das Bürgerbegehren alle Wilnsdorfer Bürger. Da ist es doch nur wünschenswert, dass sich Bürger aus allen Ortsteilen zu Wort melden.

Für die von Ihnen gewünschte Entscheidung durch einen Bürgerentscheid, ist es wichtig, dass die Bürger sich umfassend und aus möglichst vielen Blickwinkeln informieren können. Einen der Blickwinkel erfährt man auf dieser Website.

Wenn man es genau betrachtet, ist der Schaden für Anzhausen und
Flammersbach größer, als der Vorteil den Rudersdorf daraus jemals
ziehen könnte.

Alle meine Beiträge zum Thema betrachten immer die Gesamtlage in Wilnsdorf. Dass sich die Gesamtlage auch auf meine Kinder in Rudersdorf auswirkt, ist doch klar.

Der Ratsbeschluss vom September hat den Wilnsdorfer Grundschülern doch diese Vorteile gebracht:

  • Die Gesamtzahl der Schüler verteilt sich auf nur noch vier Grundschulen. Die Zahl der Schüler pro Klasse wird dadurch gleichmäßiger und gerechter verteilt. Klassen mit sehr wenigen oder sehr vielen Schülern kommen nur noch selten vor.
  • Die vier Schulen haben mehr Lehrer. Vertretungen können verhältnismäßig gut abgedeckt werden. Auch für Förderstunden und Arbeitsgemeinschaften bleiben (hoffentlich) ein paar Lehrerstunden übrig.
  • Schon als Kindergartenkind wissen die Kinder, welche Grundschule Sie besuchen werden. Sie werden es nicht erleben müssen, dass an der angemeldeten Schule (wie in Obersdorf im letzten Schuljahr geschehen) keine Eingangsklasse gebildetet werden kann oder sie nicht angenommen werden können, weil die Klasse voll ist.

Wie gesagt, von diesen Vorteilen profitieren alle Kinder. Selbstverständlich auch die Kinder aus Anzhausen, Obersdorf und Wilden.

Dass man mittlerweile in Wilden aufgegeben hat, und in Obersdorf
andere Wege gehen will, ist das größte Zeichen für das Versagen von
Rat und Verwaltung in dieser Frage, und das sollen wir akzeptieren?

Die Argumentation des Bürgerbegehrens ist ja perfekt auf Anzhausen zugeschnitten.

Ehrlich gesagt habe ich befürchtet, dass die Interessen von Obersdorf und Wilden irgendwann auf der Strecke bleiben. Schließlich können die Argumente aus Anzhausen nicht auf Obersdorf und Wilden angewendet werden.

In letzter Konsequenz werden die Wilnsdorfer Bürger aber entscheiden, ob alle Standorte erhalten bleiben sollen. Diese Entscheidung haben wir alle dann zu akzeptieren haben.

Gruß
Stephan Nix

Geschrieben von Frank Holzapfel am 16. Februar 2013 um 18:22 Uhr:

Sie unterschlagen das „Soll“ vor Ausnahme. Das ist eine klare Aufgabe, die Ausnahme zu ermöglichen.
Was Sie als Kompromissbereitschaft bezeichnen, waren offensichtlich immer Forderungen, Anzhausen aufzugeben. Etwas anderes habe ich nie mitgeteilt bekommen.
Die „Gesamtlage in Wilnsdorf“ ist nur ein Scheinargument. Es war schwierig, die beiden anderen Gemeindeteile zu einer gemeinsamen Aktion zu bewegen, und sie suchen ja schon wieder eigene Wege. Letztlich kämpft doch jeder Ort für einen möglichst großen Teil vom Kuchen- leider. Diskussionen zwischen Orten sind schon Jahrhunderte alt und beziehen sich nicht nur auf die Schulsituation- aber es hilft natürlich, wenn sich die Orte bekämpfen, dann wird die Politik einfacher….
Wenn wir jetzt das Thema großer Schulen aufgreifen: Förderuntericht und Arbeitsgemeinschaften werden nur notwendig, wenn Schüler nicht so individuell gefördert werden können, wie es im jahrgangsübergreifenden Unterricht geschieht- also ist das Konzept effektiver und „verschleisst“ weniger Lehrerstunden- zum Vorteil anderer Schulen….Auch Vertretung ist einfach möglich, dank individuellen Lernens. Unter dem Strich profitiert nur Einer wirklich von großen Schulen: Der Schulrat kann es sich unvergleichlich leichter machen bei der Planung und Verteilung der Lehrer- ob davon die Unterichtsqualität wirklich besser wird, sei dahingestellt, es ist nämlich höchst fraglich. Andere Effekte von großen Schulen gehen aber eher ins Negative- warum bräuchte man sonst Mediatoren usw?
Dass andere Schulen das Konzept ablehnen schiebe ich jetzt eingfach mal auf Angst vor dem Neuen, aber im Kreis Siegen wären wir keine Ausnahme, es wird schon erfolgreich praktiziert. Warum sagt eine Lehrerin, dass es immer mindestens drei Monate dauert, bis die Erstklässler wissen wie der Hase läuft, im JÜU aber wissen sie es innerhalb von 8 Tagen von den Großen? Steigen Sie da mal tiefer ein und Sie werden staunen, und bei einem kleinen bisschen Offenheit zugeben müssen, dass das Konzept mehr als nur eine Notlösung ist. Zugegeben, es kommt erst im Laufe der aktuellen Diskussion, aber das ist nunmal die menschliche Natur und ihre Trägheit. Andere Wege gehen zu wollen, weil Bewegung notwendig ist, darf nicht gegen uns verwendet werden.
Nicht angenommen usw: Könnte uns nicht passieren.
Obersdorf und Wilden haben sich von Sich aus zu einer Änderung der Strategie entschieden, das können Sie uns nicht vorhalten. Es gab auch für einen ganz kurzen Moment in Anzhausen die Idee, sich mit der freien christlichen Schule in Verbindung zu setzen, aber es gab (hauptsächlich finanzielle) Argumente deagegen. Es ist eine Schande für die Gemeinde, wie die Wildener behandelt werden, und mutig von den Obersdorfern, und beide Male ein Zeichen des Versagens, dabei bleibe ich.
Wenn es sein muß, gehen wir bis zum Bürgerentscheid, aber wir werden auch verhandeln. Wenn es nicht bis zum Bürgerentscheid, sondern zu einem Kompromiss, käme, wäre mehr gewonnen. Es ist möglich, einen Vergleich zu schliessen, und jede Partei im Rat, die diesen befürwortet, könnte sich dies als Sieg auf die Fahnen schreiben und hätte ein gutes Standing für die nächsten Wahlen.

Hallo Herr Holzapfel,

Sie unterschlagen das “Soll” vor Ausnahme. Das ist eine klare Aufgabe,
die Ausnahme zu ermöglichen.

ja, so kann man den Wortlaut interpretieren.

Ich habe in den letzten Jahren aber gelernt, dass Formulierungen in Gesetzestexten immer sehr bewusst gewählt wurden.

Diese Formulierung gibt auf jeden Fall den Entscheidungsträgern sehr viel Handlungsspielraum.

Die “Gesamtlage in Wilnsdorf” ist nur ein Scheinargument.

Inwiefern?

Wenn wir jetzt das Thema großer Schulen aufgreifen: Förderuntericht
und Arbeitsgemeinschaften werden nur notwendig, wenn Schüler nicht
so individuell gefördert werden können, wie es im jahrgangsübergreifenden
Unterricht geschieht- also ist das Konzept effektiver und “verschleisst”
weniger Lehrerstunden- zum Vorteil anderer Schulen….

In den ersten Jahren der Umsetzung werden in Anzhausen doch sehr wohl hohe Lehrerkapazitäten beansprucht. Und genau die sind es dann, die an den anderen Grundschulen fehlen werden.

Es ist dann zwar schön für Anzhausen, wenn dort aufgrund des jahrsgangsübergreifenden Lernens kein Förderunterricht gebraucht wird. Aber die Schüler anderer Schulen – die Förderunterricht brauchen – bekommen ihn auch nicht!

Andere Effekte von großen Schulen gehen aber eher ins Negative-
warum bräuchte man sonst Mediatoren usw?

Wir reden hier aber nicht von Schulen mit mehr als 1000 Schülern. Welche zweizügige Grundschule braucht denn Mediatoren?

Steigen Sie da mal tiefer ein und Sie werden staunen, und bei einem
kleinen bisschen Offenheit zugeben müssen, dass das Konzept mehr als
nur eine Notlösung ist.

Wie gesagt, ich finde viele positive Aspekte am jahrgangsübergreifenden Lernen.

Wenn ausreichend Zeit für die Planung und Umsetzung der Unterrichtsform einkalkuliert ist, die Einführung keine Lehrerstellen anderer Schulen beansprucht und der Rückhalt der Eltern uneingeschränkt vorhanden ist, ist diese Unterrichtsform auch umsetzbar.

Auch wenn Sie das nicht gerne hören: Man sollte auch keinen Standort für die Einführung wählen, der von der Schließung bedroht ist. Das erweckt doch zwangsweise den Eindruck, dass es um einen Rettungsversuch der Schule geht.

Obersdorf und Wilden haben sich von Sich aus zu einer Änderung der
Strategie entschieden, das können Sie uns nicht vorhalten.

Das gemeinsame Bürgerbegehren hat schon viel Unruhe gestiftet, aber bisher noch keinem weitergeholfen. Das Verlassen der gemeinsamen Linie bestätigt meinen Eindruck.

Wenn es sein muß, gehen wir bis zum Bürgerentscheid, aber wir
werden auch verhandeln. Wenn es nicht bis zum Bürgerentscheid,
sondern zu einem Kompromiss, käme, wäre mehr gewonnen.

Das rückt die Diskussion in ein anderes Licht. Ich wundere mich schon die ganze Zeit über die Pläne in Anzhausen und Obersdorf. Unter dem Aspekt, dass nur über den Erhalt von drei Grundschulen entschieden wird, hätten die Pläne ja keine Auswirkung.

Aber ist ein Vergleich denn überhaupt im Sinne der Unterzeichner des Bürgerbegehrens? Ich habe da so meine Zweifel. Schließlich haben die Unterzeichner etwas anderes unterschrieben.

Es ist möglich, einen Vergleich zu schliessen, und jede Partei
im Rat, die diesen befürwortet, könnte sich dies als Sieg auf
die Fahnen schreiben und hätte ein gutes Standing für die nächsten
Wahlen.

Früher waren es Parteien, die haltlose Wahlversprechen machen. Jetzt übernehmen die Bürgerinitiativen diese Aufgabe? 😉

Scherz beiseite: Für mein Verständnis gibt es da ja gar keinen Handlungsspielraum. Entweder der Rat gibt dem Begehren statt und alle Schulen werden erhalten oder es kommt zum Bürgerentscheid.

Aber auch dann wird entweder der Ratsbeschluss kassiert und alle Schulen werden erhalten oder eben nicht.

Dass nicht an allen Schulen Eingangsklassen gebildet werden können, wissen wir ja schon. Ich kann aber keine Konstellation erkennen, die alle Uhren wieder auf Null stellt und Spielraum für Ihre Planungen gibt.

Gruß
Stephan Nix

Geschrieben von Frank Holzapfel am 17. Februar 2013 um 08:35 Uhr:

„Ich kann aber keine Konstellation erkennen, die alle Uhren wieder auf Null stellt und Spielraum für Ihre Planungen gibt.“
Da haben wirs. Ihre intellekuelle Blindheit, Stursinn und Scheuklappen kommen endlich zu Tage. Wir können es, wir werden kämpfen und uns nicht von Einzelnen Meinungsmachern stören lassen. Damit ist für mich die Sache hier beendet, und ich verbitte mir ausdrücklich, hier weiter genannt oder zitiert zu werden.

Danke für die Blumen. 😉

Der Bürgerentscheid wird zeigen, was die Wilnsdorfer Bürger wünschen.

Gruß
Stephan Nix

Geschrieben von Büdenbender am 18. April 2013 um 10:19 Uhr:

der letzte Eintrag von Frank Holzapfel kommt ja mal richtig nett rüber. Wenn die Argumente ausgehen wird es dann halt persönlich. Wie so viele verstehe ich den Aufstand der Anzhäuser nicht. Die Anzahl der Schüler hat sich halbiert und es wird nicht mehr möglich sein hinter jeder Miste eine Schule stehen zu haben. Die Gernsdorfer und Flammersbacher fahren schon lange mit dem Bus und auch ein Teil der Rudersdorfer selbst. Alles kein Problem wenn man mit den Familien spricht. Nun in Anzhausen wird der Aufstand geprobt. Mal sehen wie es ausgeht und ob alle Beteiligten eine demokratische Entscheidung anerkennen. Ich habe Zweifel….

Geschrieben von Otto am 18. April 2013 um 17:54 Uhr:

Grundschulerhalt oder gute Unterrichtsqulität ?!

Der von der Bürgerinitiative beabsichtigte Erhalt aller 7 Grundschulen geht zu Lasten der Unterrichtsqualität.

Nehmen Sie Ihr Stimmrecht am 21. April wahr.

Stimmen Sie mit Nein gegen den Erhalt aller Grundschulstandorte, damit…

die Zahl der Schüler aller! Klassen gleichmäßiger und gerechter verteilt wird: Klassen mit sehr wenigen oder sehr vielen Schülern kämen dann nur noch selten vor.
alle! Schulen eine ausreichende Lehrerversorgung haben: Vertretungen könnten abgedeckt werden und individuelle Förderung wäre wieder besser möglich.
alle! Kindergartenkinder wieder gemeinsam in einer Schule eingeschult werden können: Kinder müssten nicht mehr abgewiesen werden.
alle! Kinder wieder gute Bildungschancen haben: Die Gemeinde Wilnsdorf hätte nicht mehr die schlechteste Unterrichtsversorgung im ganzen Kreisgebiet.
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Elterninitiative Wilnsdorf

Hallo Otto,

was mich betrifft, so habe ich das Kreuz schon an der richtigen Stelle (NEIN) gemacht.

Von der Elterninitiative Wilnsdorf höre ich heute zum ersten Mal. Wer steckt dahinter?

Gruß
Stephan

Geschrieben von volker ax am 21. April 2013 um 21:09 Uhr:

Puh, das war knapp aber es ist ja gut gegangen. Gruß vom Biehl

Geschrieben von Otto am 22. April 2013 um 08:39 Uhr:

Das Wahlverhalten in Wilnsdorf war eher enttäuschend.
Es ist schon erstaunlich, dass „Wahlkampanien“ mit Luftballons, Ostereier, Bleistifte,… zu mehr Ja-Stimmen führen können.

Dennoch – es ist ja gerade noch mal gut gegangen! Alle Wilnsdorfer Grundschüler können nun aufatmen und sich darauf freuen, dass sie in Zukunft in ihren Schulen mit ausreichender Lehrerversorgung bestmöglichst gefördert und gefordert werden können (auch wenn sie dazu vielleicht mit dem Bus fahren müssen).

Die Elterninitiative Wilnsdorf war übrigens eine kleine Gruppe betroffener Eltern.

Mir ist am Sonntag auch ein Stein vom Herzen gefallen.

Es war ein guter Tag für alle Wilnsdorfer Kinder.

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