Vulkaneifel

Einige Monate meines Zivildienstes leistete ich in einem Kinderheim in Bausendorf. Damals wohnte ich auf einem Bauernhof in Hontheim und erkundete in meiner Freizeit die südliche Vulkaneifel. Die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten habe ich nachfolgend zusammengetragen.

Weiterführende Informationen: Hontheim (Wikipedia)Hontheim (Google Maps)

Adler- und Wolfspark Kasselburg

Vogelfrei im besten Sinne fühlen sich Steinadler „Wotan” und seine „Kollegen” bei der großen Flugvorführung auf der Flugwiese.

In der Felsschlucht unterhalb der Burg lebt das rund 20 Tiere starke, größte Wolfsrudel Westeuropas: Timberwölfe. Hier erfährt man Wissenswertes über das Leben der Wölfe, über ihre komplizierte Sozialstruktur und über menschliche Vorurteile.

Im Gemäuer einer Burgruine aus dem 12. Jahrhundert leben Adler, Milane, Habichte, Falken, Uhus, Geier und Eulen. Sie haben viel Platz in schattigen Volieren oder in sonnigen Ecken der prächtigen Stauffenburg. Der Soppelturm wurde in acht Stockwerken bewohnt — ein „Wolkenkratzer” aus dem 15. Jahrhundert. Wenn Sie ihn besteigen, genießen Sie eine fantastische Fernsicht über die Vulkaneifel und über die Kyll, die 160 Meter tiefer ihr Bett in der Fels gegraben hat.

Weiterführende Informationen: Adler- und Wolfpark (Website)

Burgen von Manderscheid

Burgen waren im Mittelalter Zentren lokaler oder regionaler Herrschaft und wirtschaftlicher Macht. Dies wird besonders am Beispiel der Manderscheider Burgen dokumentiert. Die Burgen — nur steinwurfweit voneinander entfernt — standen sich über viele Jahre gegenüber.

Hier trafen unmittelbar die Herrschaftsbereiche des Kurfürsten von Trier mit dem Territorium der Manderscheider Grafen, einem der mächtigsten Grafenschlechter der Eifel, aufeinander.

Die Burgen von Manderscheid sind ein herrliches Ausflugsziel für eine Wanderung.

Weiterführende Informationen: Manderscheider Burgen (Wikipedia)

Daun

Daun ist ein heilklimatischer Kur- und Kneippkurort und umfasst die Ortsteile Boverath, Gemünden, Neunkirchen, Pützborn, Rengen, Steinborn, Waldkönigen und Weiersbach.

Als Kreisstadt ist Daun Sitz zahlreicher Behörden und verfügt über ein umfassendes Ausbildungsangebot. Das modernisierte Kneipp-Badehaus am Dauner Mineralwasserwerk ist Zentrum des Kurbetriebs. Zur Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen stehen sämtliche Anwendungsmöglichkeiten der Physiotherapie nach Kneipp zur Verfügung.

Eine neue Attraktion in Daun ist der Radweg Richtung Mosel, der hier über das alte Eisenbahnviadukt führt.

Weiterführende Informationen: Daun (Website der Verbandsgemeinde)Daun (Wikipedia)

Eifeler Glockengießerei

Die Vorfahren des jetzigen Besitzers waren Kanonen- und Wanderglockengießer. Nach einigen Jahren der Wanderschaft, in denen die Glocken an Ort und Stelle gegossen wurden, machten sie sich in Brockscheid, Landkreis Daun, sesshaft.

Das Unternehmen wird heute in der fünften Generation geführt. Die Herstellung der Glocke, seit Jahrhunderten wenig geändert, ist ausschließlich Handarbeit. Die Form wird in sechs bis acht Wochen in zahlreichen Arbeitsgängen aus Ziegelsteinen, Lehm, Pferdemist und Rinderhaaren hergestellt.

Höhepunkt ist der vier bis fünf mal jährlich stattfindende Glockenguss, bei dem nach traditionellem Ritual 1100°C heiße Bronze durch Kanäle in die Form fließt.

Weiterführende Informationen: Eifeler Glockengießerei (Website)

Lavabombe bei Strohn

Eine geologische Besonderheit stellt die 2000 Zentner schwere Lava- oder Vulkanbombe bei Strohn dar, die in ihrer Größe ein eindrucksvolles und einmaliges Zeugnis früherer vulkanischer Tätigkeit im Herzen der Eifel dokumentiert.

Sie ist eine Basaltkugel mit einer Höhe von 5 bis 6 Metern, 4 Meter Breite und 3 bis 4 Meter Tiefe, deren Gewicht an 2000 Zentner herankommen dürfte. Die Lavabombe löste sich im Jahre 1969 bei Sprengarbeiten im Steinbruch Wartgesberg aus einer Höhe von 15 Metern.

Weiterführende Informationen: Strohner „Lavabombe” (Vulkanhaus Strohn)

Sehenswerte Maare

Meerfelder Maar

Das größte Maar im Vulkanzug der Westeifel: 1.700 m Durchmesser und eine Trichtertiefe von fast 200 Metern, Wasserfläche 25 ha, Wassertiefe 17 Meter, ca. 29.000 Jahre alt.

Holzmaar

Das Holzmaar — Wasserfläche 6,2 ha, Tiefe 21 Meter, Durchmesser 325 Meter — bei Gillenfeld hat sowohl einen Zufluss als auch einen Abfluss. Die Umgebung um das Holzmaar steht unter Naturschutz.

Pulvermaar

Das Pulvermaar — Wasserfläche 36 ha, Tiefe 75 Meter — gilt als der tiefste Maarsee nördlich der Alpen. Der Bootsverleih lädt zu sportlicher Aktivität auf dem See ein.

Immerather Maar

Wasserfläche 6,2 ha, Tiefe 3 Meter, Durchmesser 290 Meter, Wassersport ist nicht gestattet, Angeln ist möglich. Naturschutzgebiet.

Weiterführende Informationen: Maar (Wikipedia)Maare in der Eifel (Wikipedia)

Maare-Mosel-Radweg

Es hat seinen besonderen Reiz, mit dem Drahtesel von Daun an den Maaren vorbei zum Tal der Mosel fahren zu können. Ca. 400 Meter Höhenunterschied können bei einer nur 2,5%-igen Steigung auf der insgesamt fast 45 Kilometer langen Strecke leicht bewältigt werden. Bequem erreicht man so bedeutende touristische Ziele in einer der schönsten und attraktivsten Landschaften in Rheinland-Pfalz.

Durch den Bau des Rad- und Wanderweges erfuhr die ehemalige Bahnstrecke, die seit 1988 nicht mehr befahren wurde, eine neue sinnvolle und trendgerechte Aufgabe.

Weiterführende Informationen: Maare-Mosel-Radweg (Website)

Sommerrodelbahn in Daun

Die Rodelbahn am Hirsch- und Saupark in Daun schlängelt sich 800 Meter mit Steilkurven und langen Geraden durch die urige Landschaft der Vulkaneifel mit Wäldern und Wiesen, Flora und Fauna.

Weiterführende Informationen: Sommerrodelbahn Daun (Website)

Der ‚wallende Born’

bei Wallenborn ist eine periodisch aufwallende Kohlensäurequelle vulkanischen Ursprungs; in dieser Art einmalig in Europa. der „Brubbel”, so im Volksmund genannt, ruht 35 Minuten und wallt dann 20 Minuten auf (wie kochendes Wasser). Das Wasser ist stark kohlensäure-, schwefel- und eisenhaltig.

Weiterführende Informationen: Wallender Born (Wikipedia)

Wild- und Erlebnispark Daun

Auf acht Kilometern Waldweg fährt man mit dem eigenen Auto durch den Park. Unterwegs trifft man Yaks, Hirsche, Rotwild und Frischlinge, die ganz nahe zu den Autos kommen in der Hoffnung etwas Futter zu erhalten.

An sechs ausgeschilderten Plätzen kann man aussteigen und von einer hölzernen Aussichtstribüne aus das Wild beobachten, fotografieren und füttern.

Weiterführende Informationen: Wild- und Erlebnispark (Website)

Wittlich

Die Stadt ist Sitz der Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land. Sie liegt in einem weiten fruchtbaren Tal an der Lieser, eingebettet zwischen den Eifelhöhen und Moselbergen. Wegen ihres guten Klimas und der günstigen Lage ist Wittlich auch als Erholungsort bekannt.

Südliche Hänge mit Weinbergen umgeben die Stadt. Historische Bauten und alte schöne Bürgerhäuser geben Zeugnis von ihrer Vergangenheit. Zahlreiche Behörden, breitgefächertes Schul- und Berufsschulangebot. Industrie und Gewerbe: u. a. Reifenindustrie, Armaturenwerk, chemische Industrie, Maschinen- und Motorenbau, Strickwarenfabrikation.

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